Telefonieren am Arbeitsplatz bei Auszubildenden

Wenn Auszubildende eine Kündigung erhalten, weil Sie am Arbeitsplatz unzulässige Privatgespräche führen und nach einer Abmahnung durch den Chef trotzdem weitermachen, so ist diese Kündigung unwirksam. So entschied es das Landesarbeitsgericht Rheinland Pfalz (4 Sa 462/04) ebenso wie das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg (6 Sa 10/96).

Zur Begründung führten die Richter an, dass während der Ausbildung „pädagogische Maßnahmen“ im Vordergrund zu stehen haben und deshalb nach der ersten Abmahnung nicht die sofortige Kündigung erfolgen soll, sondern vom Arbeitgeber geeignete Maßnahmen zu ergreifen sind. Diese Maßnahmen könnten z.B. der Abzug der Telefonkosten vom Gehalt sein.